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Wind power plants in Hintberg? Council says no | Windkraftwerke in Hintberg? Gemeinderat sagt Nein

Keinen Erfolg hat der Gemeinderat voraussichtlich bei seinem Versuch, den Bau von zwei Windrädern in Hintberg zu verhindern. Das Gremium hatte vor zwei Wochen dem Vorhaben mehrheitlich das gemeindliche Einvernehmen verweigert. Darauf aber hat das Landratsamt schnell reagiert. Wie Bürgermeister Alois Wenig dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung am Mittwoch mitgeteilt hat, bewertet die Behörde die Ablehnung als rechtswidrig. Dementsprechend müsse das Amt die Genehmigung ersetzen. Der Antrag der Initiative Bürgerwind Bayerwald auf Vorbescheid liegt derzeit beim Landratsamt zur Prüfung.

Die Gemeinderäte stimmten am Mittwoch mit elf gegen fünf Stimmen dafür, die bisherige Argumentation aufrecht zu erhalten. Die war zuvor in zwei Gemeinderatssitzungen festgezurrt worden. Bürgermeister Alois Wenig hatte vorausgeschickt, dass seiner Einschätzung nach eine deutlich überwiegende Mehrheit der anwesenden Dorfbevölkerung gegen die Errichtung der beiden Windkraftanlagen sei.

Gemeinderat Jakob Binder, mittlerweile aus dem Gremium verabschiedet, befand, dass ein Ausstieg aus der Atomkraft nur durch einen gesunden Energie-Mix möglich sei. Die Erarbeitung des Energienutzungsplanes im Landkreis habe gezeigt, dass dazu auch Windkraftanlagen notwendig seien. Gefahren, etwa in gesundheitlicher Hinsicht, seien dabei nicht bekannt. Die angesprochenen Probleme hinsichtlich Straßenlast und Schattenwurf seien ebenfalls nicht zu groß zu bewerten, meinte Binder. Zudem könne die Gemeinde auch mit nicht unerheblichen Gewerbesteuereinnahmen rechnen.

Gemeinderat Max Schiller vertrat die Auffassung, dass die Meinung der Bevölkerung unbedingt zu berücksichtigen sei. Seiner Auffassung nach sind kleinere Anlagen eher zu verwirklichen. Allgemein sei die Ortschaft ja nicht gegen Windkraft allgemein, lediglich der zu geringe Abstand zur Wohnbebauung werde bemängelt.

Der Gemeinderat beschloss mit 13 gegen drei Stimmen die ablehnende Stellungnahme.

In Hintberg ist das Klima vergiftet. Flugblätter machen die Runde, Gegner und Befürworten streiten erbittert. Seit gestern ermittelt sogar die Polizei. Gemeinderat Karl Wurstbauer, der den Grund für eines der Windräder zur Verfügung stellen will, hatte am Morgen eine unflätige Schmiererei an seiner Hauswand vorgefunden.