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Widerstand gegen windkraft-riesen  

Credit:  Von Peter Mantik, vom 13.04.2012, ln-online.de ~~

[Resistance against wind energy giant – The wind power industry would like to replace the small wind turbines in Ostholstein with much larger ones. But it stirs resistance: for example, the citizens of Riepsdorf against the 150-meter systems.]

Die Windkraftbranche möchte in Ostholstein die kleinen Windkraftanlagen durch deutlich größere ersetzen. Doch es regt sich Widerstand. So wollen beispielsweise in Riepsdorf Bürger die 150-Meter-Anlagen verhindern.

Riepsdorf – Zwischen Lensahn und Grömitz liegt das Reich der Windkraftanlagen (WKA). Epizentrum der metallischen Riesen ist die Gemeinde Riepsdorf. Umzingelt von 41 dieser Giganten – es ist der zweitgrößte Windpark Schleswig-Holsteins – fühlen sich viele Menschen in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Ein Dorn im Auge ist ihnen daher auch das angedachte Repowering.

Der Begriff Repowering beschreibt das Ersetzen alter Anlagen durch neue Anlagen, beispielsweise mit höherem Wirkungsgrad. In Riepsdorf sollen dabei aus dem aktuellen Bestand (21 Anlagen, 100 Meter hoch) 14 WKA neun leistungsstärkeren und 150 Meter hohe Anlagen weichen. In der Gemeinde regt sich Widerstand gegen die „Windkraft-Monster“.

Mit dem „Repowering“ folgen die Windkraftbetreiber im Norden dem aktuellen Trend in Deutschland. Diplom-Ingenieur Bernd Neddermann, beim Deutschen Windenergie-Institut für Forschung zuständig, erklärt gegenüber den LN: „Die aktuellen Anlagen haben meist einen Rotordurchmesser von 80 bis 90 Metern. So erreichen die Anlagen schnell Höhen von mehr als 100 Metern.“ Mit Ausnahme der Westküste, wo dank der starken Winde auch kleinere Windräder einen großen Nutzen hätten, würde der Trend zu diesen Modellen gehen. Neddermann sagt: „An der Ostseeküste sind Anlagen, die 100 Meter oder kleiner sind, wirtschaftlich gesehen unnütz.“ Ob aber gleich – wie in Riepsdorf angedacht – 150 Meter hohe Anlagen ratsam sind, wollte Neddermann aus der Ferne nicht bewerten. Zum Vergleich erläutert der Experte: „In Bayern sind fast alle Windkraftanlagen höher als 150 Meter, weil sie sich sonst nicht rentieren würden.“ In Nordrhein-Westfalen sei sogar das „Go“ für 200-Meter-Anlagen erteilt worden.

Doch im Tourismus-Land Ostholstein sind die Bedenken weiterhin vorhanden. Darauf reagiert auch die Politik. Der Fachdienstleiter des Kreises Ostholstein für Bauordnung, Nils Hollerbach, erklärt: „Der Regionalplan für Lübeck und Ostholstein soll verändert werden. Es sollen Flächen für mehr Windkraftanlagen zur Verfügung gestellt, aber gleichzeitig auch die Abstände zu bewohnten Gebieten vergrößert werden.“ Das erscheint sinnvoll. Denn viele Menschen im Kreisnorden, so auch in Riepsdorf, befürchten eine Wertminderung ihrer Immobilien. Der Harmsdorfer Makler Detlef Behrens unterstreicht diese These: „Die Bedenken sind berechtigt. Ich hatte für ein Haus in Riepsdorf 45 Interessenten, von denen 30 allein wegen der Windräder einen Rückzieher machten. In Einzelfällen dürfte ein Werteverfall in Höhe von 10 bis 15 Prozent realistisch sein.“

Angesichts dessen stellt sich die Frage des Nutzens für die Gemeinden. Am Beispiel Riepsdorf zeigt sich, dass damit keine Reichtümer zu verdienen sind. Zwar fallen laut Bürgermeister Hartwig Bendfeldt (CDU) jährlich zirka 160 000 Euro an Gewerbesteuer an, doch abzüglich der dadurch verminderten Schlüsselzuweisung durch das Land und die Gewerbesteuerumlage steht unter dem Strich ein Plus von weniger als 30 000 Euro. Auch das Repowering wird diese Größenordnung nicht in astronomische Höhen hieven.

Auch in Riepsdorfs Nachbarschaft ist Windkraft ein großes Thema. In der Gemeinde Kabelhorst sollen laut Bürgermeister Hartmut Poetzel (SPD) fünf Anlagen der Größenordnung 100 bis 120 Meter an der Grenze zu Grömitz und Riepsdorf entstehen. Verhandlungen mit Betreibern würden geführt. Ähnliches plant Harmsdorf. Bürgermeister Reinhard Schöning (CDU) sagt: „Wir wollen aus optischen Gründen maximal 100 Meter hohe Anlagen aufbauen.“ Ganz im Norden auf der Insel Fehmarn wurde das Repowering in vier Windparks bereits abgeschlossen. Von ehemals 150 Anlagen stehen noch zirka 90 (Höhe 100 Meter). Im nächsten Schritt soll auf 60 reduziert werden, die aber dürften an Größe zulegen.

Bundesweit steht der Trend zu größeren Anlagen fest. Was aber passiert in Ostholstein? Eine Initialzündung könnte von Riepsdorf ausgehen, in beide Richtungen. Windkraft-Riesen oder Windkraft-Revolution …

Source:  Von Peter Mantik, vom 13.04.2012, ln-online.de

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